CDU fordert mehr Unterstützung für Schulen und Familien ein

Videokonferenz des CDU Landesvorstandes Oldenburg zur Situation an den Schulen während des Lockdowns

Als Mutter von 3 Kindern kennt die Bundestagsabgeordnete Silvia Breher, die stellvertretende Bundesvorsitzende und Oldenburger Landesvorsitzende der CDU, die Tücken des Homeschooling aus eigenem Erleben. Deshalb kam sie gerne dem Wunsch von Kommunalpolitikern in Ihrem Landesvorstand nach, ein Gespräch mit Mareike Wulf zu organisieren, der schulpolitischen Sprecherin der niedersächsischen Landtagsfraktion.

Christel Bartelmei leitet gemeinsam mit MdB Stephan Albani den Landesfachbereich Bildung, Forschung und Kultur. Sie wird als Gemeinderätin von vielen Eltern angesprochen und fasste die Problematik zusammen: „Gefühlt organisiert jede Schule und teilweise jede Lehrkraft nach eigenem Gutdünken den Unterricht während des Lockdowns. Das Spektrum reicht von einer gewünschten Verfügbarkeit der Familien zwischen 7:00 Uhr morgens und 22:00 Uhr abends und Aufgabenpaketen per Email bis zu Online-Unterricht nach Stundenplan und gut gemachten Unterrichtsvideos auf Youtube.“ Sie wünscht sich mehr Verbindlichkeit und mehr Struktur im laufenden Unterrichtsgeschehen.
Für Stephan Albani ist das keine Überraschung: „Corona hat wie unter einem Brennglas sichtbar gemacht, wo der Handlungsbedarf in Sachen Digitalisierung der Schulen liegt.“ Er hofft, dass jetzt die notwendigen Veränderungen beschleunigt werden, „denn mit dem Ende der Pandemie, wird die Notwendigkeit der Nutzung innovativer und digitaler Angebote in der Schule nicht am Ende sein.“
Als Obmann für Bildung und Forschung der CDU-Bundestagsfraktion hat der Vater von 3 Kindern dazu bereits Gespräche mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek geführt.
Mit Beispielen aus der Praxis als Lehrerin an einer Wittmunder Grundschule und Mutter von 3 Kindern konnte Bundestagskandidatin Anne Janssen viele Impulse geben. Ihr liegt am Herzen, dass die Kinder altersgerecht im Rahmen des regulären Unterrichts an die Nutzung digitaler Medien herangeführt werden. Ebenso sei die Bereitstellung von Endgeräten sinnvoll zu organisieren, „sonst liegen sie in der ein oder anderen Schule ungenutzt im Schrank.“
Mareike Wulf beschäftigt sich nicht erst seit Corona mit der Digitalisierung an Schulen. Bereits im November 2019 wurde auf Anregung der CDU ein Entschließungsantrag zur digitalen Bildung im Landtag beschlossen. Mit Mitteln aus Bund und Land werden Investitionen der Schulen in Niedersachsen mit insgesamt 522 Mio. € gefördert.
Wo geht die Reise hin – Welcher Weg führt zum Erfolg? Gemeinsam mit Mareike Wulf erarbeiteten die Mitglieder des Landesvorstandes Handlungsschwerpunkte, um die Lage an den Schulen zu verbessern:

  • Klare Regeln zum Hybrid- und Distanzunterricht als Vorgabe der Schulbehörde, um Qualitätsstandards für einen geordneten Ablauf an den Schulen zu sichern.
  • Einrichtung einer „Digitalagentur“ im Kultusministerium oder der nachgeordneten Schulbehörde, um die Schulen auf ihrem Weg strategisch und organisatorisch zu unterstützen.
  • Sicherstellung der Hardwareausstattung der Schulen und der Schüler(inn)en.
  • Sicherstellung der professionellen Betreuung der Schulen durch Systemadministratoren in Abstimmung zwischen Land und Kommunen.
  • Netzwerk der Vorreiter-Schulen, Bereitstellung von Best-Practice-Beispielen für die Schulträger.
  • Verbindliche Lehreraus- und weiterbildung im digitalen Umfeld.
  • Anpassung der Lehrpläne an neue Bildungsentwürfe.
Der Landesfachbereich Bildung, Forschung und Kultur der CDU im Landesverband Oldenburg wird diese Punkte vorantreiben, bekräftigt der Bundestagsabgeordnete Stephan Albani: „Das Ende der Beschränkungen für unsere Schulen ist noch nicht absehbar. Wir müssen jetzt handeln, damit nicht eine ganze Generation von Schülern vom Bildungserfolg abgehängt wird!“

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