„Elternwahlrecht gilt auch bei Förderschulen“

Schularbeitskreis der CDU Friesland besucht die Friedrich-Schlosser-Schule in Jever  

Mitglieder des Schularbeitskreises mit Schulleiter Hans-Dieter Broek
Mitglieder des Schularbeitskreises mit Schulleiter Hans-Dieter Broek
Noch bis zum 30. April 2018 hat der Landkreis Friesland Zeit, die Fortführung  bestehender Förderschulen im Förderschwerpunkt Lernen ab Klasse 5 bei der Schulbehörde zu beantragen. Die CDU-Kreistagsfraktion hatte den Antrag dazu gestellt, zurzeit laufen die Anmeldungen für die 5. Klasse, um den Bedarf in den beiden Förderschulen in Varel und Jever festzustellen. Der Schularbeitskreis der CDU Friesland unter Leitung von Katharina Jensen informierte sich bei Schulleiter Hans-Dieter Broek von der FriedrichSchlosser-Schule in Jever zur aktuellen Lage.  Er wünscht sich für eine gelingende Inklusion an den friesischen Schulen kleinere Klassengrößen und Unterricht in Zweier-Teams. Auch die Lehrerausbildung muss in seinen Augen mehr auf zunehmend heterogene Klassenverbände ausgerichtet werden. 

Die Mitglieder des Schularbeitskreises waren beeindruckt von der guten Ausstattung der Schule und den vielseitigen Angeboten für die Schüler. Durch die kleinen Klassengrößen, im  Förderschwerpunkt Lernen maximal 16 Kinder und im Schwerpunkt Geistige Entwicklung maximal 7 Kinder, kann individuell gefördert werden.  Aktuell hat die Schule 18 Klassen im Schulzweig „Geistige Entwicklung“ und 10 Klassen im Schulzweig „Lernen“. 
 
Katharina Jensen sieht die Inklusion als Prozess, der einen langen Atem braucht. „Zurzeit kämpfen fast alle Schulen mit fehlenden Lehrerstunden. Gelingende Inklusion bedeutet sowohl entsprechend qualifiziertes Personal als auch ausreichende Ressourcen an den weiterführenden Schulen. Beides ist zurzeit nicht im ausreichenden Maße verfügbar.“
 
Sie kann deshalb Eltern gut verstehen, die im bestehenden Schulumfeld für den Erhalt der Förderschulen kämpfen.
 
 „Elternwahlrecht gilt auch bei Förderschulen“, betonte dazu Kreistagsmitglied Melanie Sudholz. „Wenn genügend Anmeldungen zur Bildung einer Klasse mit Schwerpunkt Lernen vorliegen, sollte der Landkreis den Elternwillen akzeptieren und die Fortführung des Schulangebotes ermöglichen.“
 
 

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