Gänsehaut pur bei den Starken Frauen in Friesland

Auszeichnung von 6 besonderen Frauen

Einen sehr vielseitigen und emotionalen Abend erlebten Preisträgerinnen und Gäste bei der diesjährigen Ausstellungseröffnung „Starke Frauen in Friesland“.
Das Organisationsteam, bestehend aus der Zeteler Gleichstellungsbeauftragten Joann Hagen und den Frauen Unions-Frauen Claudia-Andrea König, Hanne Cordes und Christel Bartelmei, hatte 6 Frauen ausgewählt, die in ihren Bereichen besonderes geleistet haben.
Im Zeteler Zeli-Kino wurden die 6 Damen ausgezeichnet und es fiel der Startschuss für eine Ausstellung, die bis Mitte April im Mehrgenerationenhaus in Zetel allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern offensteht. 
Erfahren Sie mehr zu den 6 Preisträgerinnen:

Anita Dierks
Die langjährige Vorsitzende des Kreissportbundes und ehemalige Zeteler Ratsfrau hatte sich zunächst überlegt, ob sie den Preis annimmt. Sie möchte durch ihr Wirken mehr Frauen motivieren, aktiv zu werden. Sie hat schon öfter erlebt, dass Frauen zunächst zögerten, ein Amt zu übernehmen, sich dann aber schließlich überzeugen ließen durch ihr Vorbild, denn „Wenn sie das kann, kann ich es auch!“

Christina Harms-Janßen
Die vor kurzem wiedergewählte Kreishebamme für Friesland und Wilhelmshaven kämpft mit kreativen Ideen für die Verbesserung der Situation der Hebammen. Im Mai wird auf ihre Initiative hin eine Hebammenzentrale in Varel eröffnet. Sie sieht sich als Teil eines Ganzen. „Friesland ist wirklich besonders. Ich habe immer Menschen gefunden, die vieles möglich gemacht haben.“ Sie dankte sehr emotional ihrer Familie für ihre Unterstützung.

Sheila Heyartz
Die bekannte Sängerin der Old-Marytown-Jazzband singt nicht nur Jazz. In Anlehnung an Edith Piaf verdiente sie sich mit ihrer beeindruckenden, gefühl- und kraftvollen Stimme den Spitznamen „Spatz von Jever“. In Zetel sorgte sie unter anderem mit ihrer Interpretation des Liedes „All of me“ von John Legend für Gänsehaut pur und erfreute die Gäste mit mehreren Liedern aus ihrem Repertoire als Solokünstlerin.

Anke Kück
Die Redakteurin des Friebo betreut mit einem kleinen Frauenteam die erfolgreiche Schülerzeitung „Schülerfloh“. Inzwischen ist ihr Name untrennbar mit dem Bau des Hospizes in Varel verbunden. Mit ihrem Team hat sie das scheinbar Unmögliche möglich gemacht. „Ich habe immer wieder Menschen gefunden, die mich begleitet haben und die mir geholfen haben.“

Lisa Löhmannsröben
Für ihr Engagement in der Gemeinde Zetel wurde Lisa Löhmannsröben bereits mit der Gemeindemedaille ausgezeichnet. Ob Seniorenarbeit, offene Kirche, Literaturkreis oder Plattdeutschgruppe:
„Ich habe alles, was ich gemacht habe, gerne gemacht. Wir Frauen könnten viel mehr, wenn wir es nur machen würden!“

Sabine Streekmann
Eine Kämpferin wurde Sabine Streekmann für ihren Mann, den sie seit vielen Jahren pflegt, nachdem ihm im April 2002 ein Hirnaneurysma platzte und er danach einen Schlaganfall erlitt. Inzwischen bekommt sie oft Anrufe anderer Frauen, die vor derselben Situation stehen und sich mit den Mühlen der Bürokratie auseinandersetzen müssen.
Auch ihr wurde erst durch die Interviews vor der Preisverleihung bewusst, wie viel sie in den letzten Jahren für ihren Mann, aber auch für andere getan hat und sie entschloss sich den Preis anzunehmen, obwohl sie privat nicht so gerne im Mittelpunkt steht. „Ich möchte gerne anderen Frauen Mut machen, Dinge nicht einfach hinzunehmen, sondern für ihre Interessen zu kämpfen."

Und genau darum geht es. Inzwischen wurden zum 5. Mal starke Frauen in Friesland ausgezeichnet. Das Organisationsteam freute sich besonders, mit Lena Hellhoff-Krahnstöver, Hilke Arnold, Almke Gerken, Anika Gräßner-Weber und Elisabeth van Bömmel auch ehemalige Preisträgerinnen begrüßen zu können.

Christel Bartelmei ist vom Anfang an dabei und immer wieder begeistert von den Lebenswegen dieser besonderen Frauen: „ Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, die Lebenswege unserer 6 Preisträgerinnen in der Ausstellung im Mehrgenerationenhaus kennenzulernen. Alle 6 Frauen haben bewiesen, dass es sich lohnt, sich zu engagieren und Mut zu fassen, neue Wege zu gehen.“ 

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