Kammer: Plattdeutsch gehört zu Niedersachsen

 Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Werner Kammer fordert die Niedersächsische Landesregierung auf, weiter das Plattdeutsche zu fördern.
„Zusammen mit Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein hat das Land
Niedersachsen kürzlich seine Förderung für das Institut für niederdeutsche
Sprache in Bremen aufgekündigt. Die Arbeit des Instituts ist ab Ende 2017
akut gefährdet“, schildert Kammer die aktuelle Lage.

Das Institut für niederdeutsche Sprache (INS) ist eine Anlaufstelle für alle
Bürger, die sich für das Plattdeutsche interessieren. Es kooperiert mit
Schulen, Kindergärten, Schriftstellern, Musikern, Medien, Vereinen und
Verbänden, damit Plattdeutsch auch eine Zukunft hat. Bislang erhielt es
jährlich eine Förderung der Küstenländer in Höhe von 272.000 Euro, das
entspricht gut zwei Dritteln des gesamten INS-Jahresbudgets.
„Ich halte es für einen Fehler, diese Förderung einzustellen, ohne eine Alternative
zu präsentieren“, findet Kammer. „Natürlich ist es legitim, über
die Form der Unterstützung zu diskutieren. Die Förderung an sich darf
aber nicht zur Debatte stehen. Die Landesregierung muss schnell klar machen,
wie es weiter gehen soll, denn Plattdeutsch gehört untrennbar zu
Niedersachsen.“

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